MBA Schwanebeck

So funktioniert die Mechanisch - biologische Abfallbehandlungsanlage:

Der angelieferte Haus- und Gewerbemüll wird in einem Flachbunker angenommen und kommt dann zuerst in die mechanische Aufbereitung. Ein Schredder zerkleinert zunächst den Müll auf kleiner 150 mm. In einem Trommelsieb werden alle Anteile, die größer als 80 mm sind, abgesiebt. Das sind heizwertreiche Anteile wie

Kunststoffe, Textilien und Holz, die anschließend in einer Verbrennungsanlage genutzt werden, um Wärme und

Strom zu erzeugen. Metalle für die Schrottverwertung werden mit Magnetabscheidern aus dieser Abfallfraktion herausgeholt. Ein 2. Trommelsieb kann nach Bedarf auf kleiner 40mm absieben. In der Homogenisierungstrommel wird der Müll zur Vorbereitung auf die biologische Behandlung angefeuchtet und gemischt.

Die biologische Behandlung ist ein Rotteprozess so ähnlich wie bei der Kompostierung. Das Material aus der mechanischen Aufbereitung und Sortierung wird in der Intensivrottehalle mit 20 geschlossenen Rottetunneln mehrmals umgelagert und befeuchtet. Nach etwa 4 Wochen in der Intensivrotte kann auf die überdachte Nachrottefläche ausgelagert werden.

Nach weiteren 8-10 Wochen ist aus dem Müll ein erdstoffähnliches Material geworden, das auf dem neuen Deponieabschnitt in Schwanebeck abgelagert werden kann, wenn die Werte aus der Ablagerungsverordnung eingehalten werden. Diese Werte werden regelmäßig durch ein zugelassenes Labor überprüft. Bei der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung fallen Abwasser und Abluft an.

In Schwanebeck erfolgt aus Gründen des Emissionsschutzes im Bereich der Annahme- und Aufbereitungshalle eine Absaugung der Raumluft. Diese Abluft wird zur aktiven Belüftung der Intensivrottetunnel erneut eingesetzt. Abschließend wird der Luftstrom in einem extra dafür errichteten Anlagenteil aufwendig gereinigt, bevor er die Anlage verlässt.

Das anfallende Prozesswasser dient gemeinsam mit dem Deponiesickerwasser zur Befeuchtung des Abfalls.

So können Ressourcen geschont und Emissionen verhindert aber auch Kosten gespart werden.

Die Steuerung und Überwachung der Anlage erfolgt in einer modernen Leitwarte. Die Anlagenkapazität beträgt mit der 1. und 2. Erweiterungsstufe 88.500 t/a.

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